KNOCHENDICHTEMESSUNG

Die Minderung der Knochenqualität, Osteoporose (oder auch Knochenschwund genannt), ist eine schleichende, zunächst nicht schmerzhafte Knochen­ver­änder­ung, bei der die Knochen zunehmend poröser werden. Die Folge sind Knochenbrüche, die bereits bei geringen Belastungen entstehen. Die Ur­sache sind zumeist Hormonveränderungen in den Wechseljahren der Frau.

Häufigkeit

Von den 16,6 Millionen Frauen über 50 Jahre sind 40% von einer Osteoporose bedroht. Nur die Hälfte werden aber diagnostiziert und ein Viertel aus­reichend behandelt.

Diagnostik

Diagnostiziert wird die Osteoporose nicht mehr am Röntgenbild, sondern durch ge­zieltes mosaikartiges Zusammentragen von Informationen über unsere Patienten, durch
  1. Bewertung der persönlichen Risiko­faktoren (Familie, zu wenig Bewegung, Rauchen, Alkohol, Ernährung…)
  2. der Alterstruktur,
  3. der Laboruntersuchungsergebnisse und
  4. der gemessenen Knochendichte an­hand der Leitlinien, die vom Dach­verband für Osteologie (DVO) gemäß internationalen Absprachen festgelegt wurden.

Knochendichtemessung

Der Vorgang der Knochendichtemessung (DXA Methode) verläuft sehr präzise. Es wird ein spezieller extrem schwacher Röntgenstrahl be­nutzt, mit der Kalksalzgehalt der Knochen ge­messen wird. Dabei wird – anders als bei der durchaus üblichen Messung am Hand- oder Fuß­gelenk – direkt am sensiblen Wirbel- und Hüft­knochen gemessen.

Prävention

Mittels dieser sensiblen Technik ist eine genaue Messung der Knochenqualität möglich. Um früh­zeitig das Risiko eines ungewollten Knochen­bruchs zu erkennen, ist die Knochendichte als Prävention unbedingt zu empfehlen. Bei be­kannten Risikofaktoren für eine Osteoporose und Frauen ab der Menopause sollten eine präventive Knochendichtemessung durchführen lassen.

Therapie

Ab einer bestimmten Grenze sind die Knochen, insbesondere die Wirbelsäule und der Schenkel­hals, bruchgefährdet. Im Vordergrund steht eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, die ergänzt wird durch bestimmte Medikamente. Diese modernen Präparate können von täglich bis halbjährlich (je nach Präparat) eingenommen bzw. verabreicht werden.

Leistungen