KINDER-/JUGEND­ORTHOPÄDIE

Liebe Eltern!

wir alle wünschen uns, dass bei unseren Kindern etwaige Erkrankungen bereits im Frühstadium erkannt und therapiert werden können und ihnen damit ein langes, unbeschwertes Leben beschert sein wird. Die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen unterstreichen dieses Ziel.

Der Orthopäde untersucht den gesamten Bewegungsapparat

Im Rahmen der U3 ist daher auch die ortho­pädische Untersuchung der Hüftgelenke und deren schonende Ultraschall-Diagnostik ein­geplant. Selbstverständlich wird dabei auch das übrige Skelettsystem, insbesondere die spezifische Entwicklung der Wirbelsäule, der Füße, der Beinachsen und der Arme mitbeurteilt.

Die Hüfte muss stabil sein

Bei ca. 4% aller Säuglinge kommt es zu einer mangelnden Reifung der Hüftgelenkspfanne. Bliebe dieser Zustand unerkannt, würde das im Erwachsenenalter den vorzeitigen Verschleiß der Hüftgelenke bedeuten. Dieses kann vermieden werden, indem bereits im frühen Säuglingsalter die Hüftgelenke untersucht und mit Ultraschall abgeklärt werden. Dabei wird festgestellt, wie weit die Hüftpfanne den kugeligen Hüftkopf umgreift und ihn damit in der Pfanne stabilisiert. Es gibt je nach Altersstufe unterschiedliche Graduierungen. Nicht alle Reifungsstörungen sind therapiebedürftig, andere dagegen müssen einer sofortigen Therapie zugeführt werden. Hier kommt es auf einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Säuglingshüften an.
Sollte also einmal tatsächlich eine mangelnde Pfannenreifung vorliegen, so kann diese rasch durch eine kurzfristige Spreizbehandlung der Beinchen nachgeholt werden.

Kontrolle im Wachstum

Während des weiteren Wachstums ist eine Untersuchung der Wirbelsäule und Extremitäten sinnvoll, um frühzeitig behandlungsbedürftige Veränderung zu erkennen. Währenddessen können alterstypische Erkrankungen auftreten, die eine gezielte Diagnostik und Therapie bedürfen.

Leistungen